Lino

Ein junges Juwel auf der Suche nach seinem Glück!

Lino - Ein Juwel 
auf der Suche nach seinem Glück!

Die ersten Tage verbrachte Lino auf unserer Katzenstation, um ihn nicht gleich mit dem Rudel zu konfrontieren. Mittlerweile ist er vollständig integriert und zeigt deutlich, was für ein wunderbarer Hund aus ihm wird.

Obwohl er erst sieben Monate alt ist, besitzt Lino einen überlegten und ruhigen Charakter. Er spielt, tobt und schmust, doch anders als viele Junghunde weiß er genau, wann er sich zurücknehmen muss. Er versteht intuitiv, was erlaubt ist und was nicht – und auch, wo er sich ein kleines Extra erlauben kann.

Optisch lässt sich seine Rasse schwer bestimmen, doch es liegt nahe, dass Lino ein Maremmano-Mischling ist. Schon jetzt zeigt er ein ruhiges, wachsames Wesen, ist Fremden gegenüber zunächst distanziert, aber loyal und anhänglich gegenüber seinen Menschen. Die Grundlagen des Hundelebens – Stubenreinheit, Gassi gehen, Autofahren und Alleinbleiben – hat er bereits erlernt.

Lino ist verträglich mit Katzen und Hunden. Ein Zweithund wäre schön, ist aber keine Voraussetzung für sein Glück. Er kann sich auch gut selbst beschäftigen – manchmal auch mit Dingen, die ihm eigentlich nicht gehören – ein kleiner rebellischer Funke gehört eben zu seiner Persönlichkeit dazu.

Lino ist ein echtes Juwel: ein Hund mit Charakter, der sich sanft und treu an seine Menschen bindet und bereit ist, mit ihnen durch dick und dünn zu gehen.

Linos Ankunft – 
Ein kleiner Held startet in sein neues Leben

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es endlich so weit: Lino kam in Deutschland an. Der junge Rüde, der zuvor im Canile Tortolì auf Sardinien gelebt hatte, wirkte bei seiner Ankunft noch wie ein kleines Häufchen Elend. Mit gespreizten Beinen und sichtlich überfordert kämpfte wir ihn aus der Transportbox heraus – alles war fremd, laut, ungewohnt.

Im Hundezimmer angekommen, suchte Lino sofort Schutz in einem Körbchen – und damit war für ihn erst einmal Schluss mit der Welt. Fressen? Ja, das geht immer. Aber ansonsten brauchte er dringend Ruhe.
Seine Transportgefährtin Luna erlebte eine ganz ähnliche Ankunft. Zwar vielleicht mit ein wenig weniger Drama, aber auch sie stand unter Kulturschock. Doch eines hatten beide sofort verstanden: Körbchen sind etwas Wunderbares.

Die erste Nacht verlief ruhig. Beide Hunde blieben wie erstarrt liegen – vermutlich erschöpft, wahrscheinlich überfordert, aber vor allem froh, endlich angekommen zu sein.
Als es am Morgen etwas heller wurde, stand die nächste Herausforderung an: der erste Gang nach draußen. Und siehe da – Lino löste sich sofort und minutenlang, als hätte er alles zurückgehalten. Es zeigt sich schon jetzt: Die Stubenreinheit wird für ihn sicherlich kein großes Thema werden.

Seitdem entdeckt Lino langsam und vorsichtig seine neue Welt. Er ist neugierig, aber noch etwas verunsichert, wie ein Hund, der nicht so recht weiß, ob er dem Frieden schon trauen darf. Auffällig ist, dass er im Moment noch weit entfernt von der Unbeschwertheit eines jungen Hundes ist. Während Ari mit dem ganzen Körper wackelt, bewegt sich bei Lino die Rute noch gar nicht. Aber wir hoffen das gibt sich  – es ist Tag 2 seines neuen Lebens, und er hat gerade erst begonnen, aufzutauen.

Wir sind sicher:
Mit Ruhe, Geduld und liebevoller Begleitung wird aus diesem vorsichtigen Jungen schon bald ein fröhlicher Junghund, der das Leben genießen kann.

Wen suchen wir für Lino:

Für Lino wird ein Zuhause gesucht, das ihm Sicherheit, Stabilität und klare Orientierung bietet. Er braucht Menschen, die fest im Leben stehen, verantwortungsbewusst sind und Geduld sowie Verständnis für einen jungen Hund mitbringen, der noch nicht viel von der Welt gesehen hat. Obwohl Lino ein echtes Juwel ist, muss er in vielen Alltagssituationen noch lernen, souverän zu werden: Straßenverkehr, neue Geräusche, fremde Orte – all das ist für ihn noch ungewohnt und soll behutsam aufgebaut werden.

Da er gerade erst am Anfang seiner Entwicklung steht und auch noch durch die Pubertät gehen wird – eine Phase, in der selbst sehr ausgeglichene Hunde zeitweise unsicher, reizbarer oder ungestümer werden können – suchen wir Menschen mit Hundeerfahrung. Menschen, die nicht nur das „Endergebnis“ sehen, sondern den Weg dorthin aktiv und liebevoll begleiten wollen. Der Besuch einer guten Hundeschule sollte eingeplant werden, um Lino weiter zu stärken und ihm Sicherheit zu vermitteln.

Ein ruhiges Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten wäre ideal, ebenso ein Leben, das genügend Raum für Natur und Bewegung bietet. Lino liebt es, draußen zu sein, zu schnüffeln, zu beobachten und mit seinen Menschen gemeinsam Neues zu entdecken. Größere Kinder ab etwa 14 Jahren sind gut vorstellbar.

Er ist verträglich mit Hunden und Katzen; ein souveräner Zweithund wäre willkommen, ist aber keine Voraussetzung. Lino kann gut allein glücklich werden – solange seine Menschen ihm Zeit, Liebe und klare Strukturen schenken.

Wer ihm diese Rahmenbedingungen bieten kann, wird mit einem Hund belohnt, der sich tief bindet und mit seinem Menschen durch jede Lebenslage geht.

Für Lino wünschen wir uns daher folgende Voraussetzungen:

– Ein möglichst freistehendes Haus mit großzügigem, hoch und sicher eingezäuntem Gartengrundstück
– Hundeerfahrene Menschen mit klarer, verständlicher und konsequenter Kommunikation
– Personen, die keinen „Befehlsempfänger“ suchen, sondern einen Hund, der eigenständig denkt und geführt werden möchte
– Menschen, die bereit sind, Vertrauen aufzubauen und eine enge Bindung zu einem Herdenschutzhund einzugehen
– Ein Zuhause, in dem Lino als Familienmitglied im Haus lebt und nicht als Wachhund im Garten verbleiben muss
– Tägliche Spaziergänge und ausreichend Beschäftigung
– Eine ruhige, ländliche Wohnlage

Wir vermitteln bundesweit, sofern du bereit bist Lino bei uns auf der Pflegestelle kennenzulernen und abzuholen.

Was bisher geschah:

Lino und seine Geschwister wurden in den Straßen von Tortolì geboren – ein schwieriger Start ins Leben, geprägt von Unsicherheit und der ständigen Suche nach Schutz. Während drei seiner Geschwister über einen anderen Verein vermittelt werden, kamen Lino und sein Bruder Lucio schließlich ins Canile Tortolì. Dort verbrachten sie ihre ersten Lebensmonate in einem kleinen Zwinger, isoliert von der Welt, die sie eigentlich hätten entdecken sollen. Nur die kurzen Momente beim Füttern oder Reinigen brachten etwas menschliche Nähe, und die wenigen Minuten auf der Wiese waren ihre einzige Abwechslung im tristen Alltag.

Doch Linos Geschichte nimmt eine hoffnungsvolle Wendung: Am 22.11.2025 durfte er endlich das Canile hinter sich lassen und zu uns nach Deutschland ausreisen. 

Vermittlung über:

Streunerherzen e.V.

Stefanie Richter

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com

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