Freya 2022 - 05.05.2025
Unsere geliebte Freya – unser Mädchen, unsere Seele auf vier Pfoten – ist gegangen. Nur drei Jahre war sie bei uns, und doch hinterlässt sie so tiefe Spuren, als wäre sie ihr Leben lang bei uns gewesen. Ein paar Monate nur dauerte der stille Kampf gegen die Krankheit, die am Ende stärker war als wir. Freya hat durchgehalten, mit Würde aber mit Resignation – und irgendwann sprach ihr Blick: „Ich kann nicht mehr.“
Zwei Wochen ohne Fressen, ohne Lebensfreude – und wir mussten die Entscheidung treffen, die keiner treffen will. Wir haben sie gehen lassen. Aus Liebe. Aus Verantwortung. Und mit einem Schmerz, der kaum zu ertragen ist.
Freya war unser Herzstück, der ruhige Pol in unserem Rudel, das Band, das alles zusammenhielt. Sanft, klug, stolz – voller Liebe und Vertrauen. Mit ihrer bloßen Anwesenheit brachte sie Frieden. Sie war Familie. Ein Teil von uns.
Es war nicht ihre Zeit. Nicht jetzt. Nicht so. Freya, unser Mädchen – du fehlst uns mit jedem Atemzug. Lebe wohl, Freya. Du wirst für immer unsere Grand Dame bleiben.
Vielleicht sind Freya und Odin nun wieder vereint...
Freya unsere Saarloos-Wolfshund – Tschechoslowakischer-Wolfshund – Deutscher-Schäferhund Dame kam im März 2022 aus der Wolfshundeauffangstation Camchatca zu uns und hat seitdem die Spitze unseres Rudels erobert .
Freya ist ein echter Traum von einem Wolfshund! Immer freundlich und souverän, hat Freya nie Anzeichen von Aggressivität gegenüber Menschen oder anderen Hunden gezeigt. Sie ist einfach umwerfend – sowohl wörtlich als auch sprichwörtlich!
Das Besondere an Freya ist ihre positive Ausstrahlung. Sie lächelt immer! Ein Anblick, der nicht nur unsere Herzen schmelzen lässt.
Freya ist nicht nur verträglich mit anderen Hunden und Katzen, sondern auch leicht abrufbar und einfach nur liebenswert. Ihre freundliche Natur macht sie zu einer wahren Bereicherung für unser Leben.
Nachdem Kovu sich richtig eingefühlt hatte – ohne Ängste vor Menschen und Kindern, ignorierte er sogar unseren Sonnenschirm und die Nachbarn auf den Balkonen – dachten wir, unser Rudel sei komplett. Luna, die ruhende Seele, Kovu als Polizist und Barney fürs Grobe. Doch das Schicksal hatte andere Pläne: Luna verließ uns mit 9 Jahren.
Mit dem Traum einer Hundepension im Kopf, beschlossen wir keinen dritten Hund sondern eher Pflegehunde aufzunehmen. Barney baute aber leider ab, und die Diagnose war nicht einfach. Letztendlich kamen wir zu dem Schluss, dass die ruhende Seele im Rudel fehlte. Zwei unsichere Rüden waren wohl nicht ideal. Minus mal Minus ergibt eben nicht immer Plus, egal wie toll sie miteinander waren. Wir brauchten einen souveränen Hund! Ein weiterer Wolfshund sollte her – diesmal hatten wir ja Erfahrung.
Im Internet suchten wir, aber souveräne Wolfshunde sind rar, und ein Welpe kam nicht infrage. Wir wandten uns an Camchatca, Anna und Marcel's Wolfshundeauffangstation. Anna fand, sie hätten die richtige Hündin für uns: Freya!
Freya's Geschichte begann auf Mallorca, wo sie mit ihrem Kumpel Odin Schafe riss, was zu ihrer Berühmtheit und Abgabe im Tierheim führte. Anna und Marcel nahmen die beiden mit nach Deutschland.
Wir fuhren 500 km, um Freya kennenzulernen. Die Auffangstation, Hundepension und Anna & Marcel beeindruckten uns, und unser Plan einer eigenen Hundepension verfestigte sich. Freya beeindruckte uns auch – Barney ging nicht auf sie los, ein Sechser im Lotto! Freya wurde die neue Seele unseres Rudels. Mit etwas Grundscheue und tollpatschig, aber dennoch die coolste Hündin, die wir je hatten.
Luna 2014 - 2021
Als Don über die Regenbogenbrücke ging, war klar: Linus sollte kein Einzelhund bleiben. In Dormagen wohnend, pflegte ich immer noch meine Beziehungen zum Tierheim Rüsselsheim. Also nahm ich mir eine Woche Urlaub und ging mit jedem Hund, der mir und Linus gefiel, Gassi. Nach einigen Tagen fiel die Wahl auf Malviene ?!?, diesmal genau mein Beuteschema und das erste Mal ein kleines bisschen Wolfsfarben. Außerdem kam sie mir wie die Reinkarnation von Lisa vor. Aber ein neuer Name musste her: Luna! Sie war unsicher gegenüber Menschen und anderen Hunden, aber zu diesem Zeitpunkt für uns kein Problem mehr – Erfahrung hatten wir genug.
Luna war später problemlos, nur vor anderen Hunden hatte sie wirklich Angst – aber dazu später mehr in der Geschichte von Barney und Kovu. Ansonsten war sie eine liebe, gelehrige, ausgeglichene Hündin – ein Traum von einem Hund.
Auch Luna wurde mir, diesmal im Alter von nur 9 Jahren, vom Krebs genommen. Aber wir waren besser vorbereitet. Nur wegen eines Gefühls gingen wir zum Tierarzt – sie hatte eine Wesensveränderung und war irgendwie komisch. Ihre Blutwerte waren nicht gut, sie bekam Medikamente und es wurde besser. Doch dann der Rückfall, die Blutwerte zeigten nun das Problem – ein Rückenmarkstumor (um es kurz zu fassen). Wir haben sie so lange bei uns gelassen, wie es für sie erträglich war. Diesmal konnten wir uns vorbereiten und haben sie bei uns zu Hause über die Regenbogenbrücke geschickt.
Linus 2009 - 2017
Linus mein der „kleiner“ Dobermann-Dt. Schäferhund Mischling, wurde als Welpe mit zwei Kumpels aus dem Tierheim Rüsselsheim vermittelt. Die Welt sah für Linus rosarot aus – bis seine Besitzer beschlossen, aus Linus einen Tippi-Toppi funktionierenden Hund zu machen. Eine Ausbildung durch einen Polizeihundetrainer war der volle Reinfall und Linus hatte da weder Lust drauf noch überhaupt die Veranlagung dazu. Zurück im Tierheim mit knapp 1,5 Jahren und voll in der Pubertät, war er eher der unsichere, zurückhaltende Typ und kein Fan von Befehlen.
Als ich ihn in der Box sah, hatte ich Herzchen in den Augen – wieder einmal keine Ahnung warum. Im Tierheim hat man vielleicht Vorlieben, aber die Hunde, die einem unter die Haut gehen, sind meist anders als erwartet.
Linus war im Grunde ein toller Hund, mit ein paar Ängsten, aber nichts Unüberwindbares. Er hatte einen starken Beschützerinstinkt, besonders nachts. Andere Hunde fand er nicht so toll, außer, sie wurden von mir an der Leine vorgeführt. So entdeckte ich, dass Linus und Don sich mochten – ein Wunder!
Mit meinem Umzug nach Dormagen und dem Wunsch meiner Mutter nach einem Wachhund, packte ich kurzerhand Linus und Don ein. Unser Haus war auf jeden Fall sicher – mit insgesamt 80 kg Hundekompetenz!
Linus war eigentlich kein echter Problemhund, aber durch Don hat er einige Flausen mitgemacht. Mit ihm lernte ich, wie man mit 45 kg an der Leine jongliert, vor allem, wenn man dazu noch 35 kg „Ich-hasse-alle“ ebenfalls an der Leine hat.
Leider musste ich diesen großartigen Hund bereits im Alter von 10 Jahren gehen lassen. Ich hatte schon Wochen ein vorher ein komisches Gefühl. Linus hatte ab und zu mal Erbrechen und verhielt sich irgendwie anders. Trotz anfänglich normaler Blutwerte entdeckte der Arzt bei genauerer Untersuchung Krebs in der Milz und Flüssigkeit im Bauchraum. Eine Notoperation folgte, aber der Krebs hatte sich schon zu sehr ausgebreitet. Linus durfte friedlich einschlafen.
Ein Tipp von mir: Wenn euer Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt, hört darauf – immer!
Don 2009 - 2014
Don kam 2004 ins Tierheim - ein armer Kerl aus miserabler Haltung mit einer Frusttoleranz, die gegen Null ging. Vermutlich ein Mix aus Schäferhund, Spitz und Husky. Meine Freundin versuchte damals, mit ihm Gassi zu gehen, aber seine Frustration explodierte, besonders wenn er seine geliebten 3 Bälle nicht gleichzeitig ins Maul bekam. Er ging sogar auf sie los aus Angst, dass sie ihm einen abluchsen könnte, danach versuchte sie ihn mir als mir als meinen Gassihund anzudrehen – mit Erfolg.
Ich war zu der Zeit schon auf Angsthunde fokussiert und Don war nicht gerade meine Zielgruppe. Aber mit ihm lernte ich, dass Angst nicht nur in Verweigerung oder Flucht, sondern auch in aggressivem Vorwärtsdrang auftreten kann. Er hat mir bis zu einem gewissen Grad vertraut, sodass wir zusammen Gassi gehen, Ball spielen und sogar Agility machen konnten. Fünf Jahre begleitete ich Don im Tierheim, aber trotz einiger Interessenten hatte niemand die Geduld, ihn wirklich kennenzulernen. Da er im Tierheim sehr gestresst war, durfte ich ihn abends mit nach Hause nehmen. Letztendlich nahm ich ihn zu mir, als ich zurück in meine alte Heimat zog, weil ich wusste, dass sich niemand für Don finden würde. Und meine Mutter wollte plötzlich einen Wachhund – die Zeiten ändern sich eben 😊.
Don war einer der intelligentesten Hunde, die ich je besessen habe, aber bis zum Schluss konnte ich mich nicht zu 100% darauf verlassen, dass er nicht zuschnappte, wenn ich mal einen Fehler machte.
Ihr könnt euch vorstellen, dass ich auch bei ihm noch einiges lernen musste, vor allem wie man sich korrekt einem Hund nähert und höflich nachfragt. 2013 begann er zu lahmen bis hin zur völligen Bewegungsunfähigkeit. Tierarztbesuche waren mit ihm immer eine Katastrophe, selbst wenn er schon an den Maulkorb gewöhnt war. Nach Absprache mit dem Tierarzt entschieden wir, ihn nicht weiter zu untersuchen, sondern seine Lebensqualität mit Schmerzmitteln und Quaddeln zu erhalten, solange es ging. Besonders hilfreich war, dass wir sämtliche glatten Böden mit diesem schicken, billigen grünen Rasenteppich ausgelegt haben. Dadurch hatte er besseren Halt. Ein Jahr später schickten wir ihn dann auf seine letzte Reise.
Lisa 2001 - 2008
Nach wochenlangem Geheule und der verzweifelten Suche nach einem Hund, der auch nur annähernd so genial war wie meine Brandy, fand ich mich eines Tages im Stau bei Rüsselsheim wieder. Ich wusste, dort gab es ein Tierheim, und kurzerhand entschied ich mich, dort nach einem neuen tierischen Sidekick Ausschau zu halten. 15 Minuten vor Schluss, ich im Anzug und hohen Schuhen – und trotzdem nahm man sich damals die Zeit, mir die Hunde zu zeigen.
Im Altbau durchstöberten wir jedes Fensterchen auf der Suche nach meinem neuen Lebenspartner. An Guaritas Box ging die Dame vorbei mit dem Kommentar „Die sind noch nicht so weit“. Trotzdem spähte ich rein, und warum auch immer, das war sie! Das Tierheim war skeptisch – ich war jung, alleinstehend, berufstätig – das waren wohl keine optimalen Voraussetzungen für eine Vermittlung. Und dann auch noch ein Hund, der panische Angst vor allem und jedem hatte. Guarita, ein typischer rumänischer Straßenhund, der von Menschen lieber nichts wissen wollte.
Aber ich ließ mich nicht beirren. Jeden Tag kam ich von der Arbeit, zog mich um und ging mit Guarita – ich nannte sie schon Lisa – Gassi. Na ja, eigentlich trug ich sie raus und saß mit ihr im Grünen, denn an Laufen war nicht zu denken. Nach und nach taute sie auf. Damals fehlte mir noch die Erfahrung, aber im Nachhinein weiß ich, dass ich einiges instinktiv richtig gemacht habe, aber auch vieles falsch.
Nach 6 Wochen erbarmte sich das Tierheim – vermutlich, weil sonst niemand mit Lisa laufen konnte – und ich durfte sie mit nach Hause nehmen. Ein paar Wochen später, wegen immer wiederkehrendem Husten, der Schock: Ein großes Emphysem in der Lunge, die halbe Lunge musste raus. Finanziell ein Schlag, aber das musste sein. Nach der OP ging es bergauf – auch mit ihrer Angst. Monate später, erneut ein Schock bei der Nachuntersuchung: neue kleine Emphyseme, keine OP möglich, vielleicht noch 6 Monate zu leben… Sie hat es geschafft, ganze 8 Jahre, mit Schilddrüsentabletten, homöopathischen Mitteln für die Lunge, Herz- Magen- und zum Schluss sogar Inkontinenzmitteln – sie war mein Hobby...
Ich fing an, im Tierheim Rüsselsheim Gassi-Gänger zu werden, damit Lisa Kontakt zu anderen Hunden bekam. Jahre später war sie der freilaufende Tierheimhund, der entschied, ob sie mit einem Hund spazierengehen wollte oder nicht. Sie war meine „Testerin“ für die Verträglichkeit der Hunde und hat so manchen resozialisiert.
Durch Lisa musste ich alles über Körpersprache, Kommunikation zwischen Menschen und Hunden, die richtige Führung usw. lernen. Sie verzieh nichts – war ich schlecht gelaunt, kam sie einfach nicht ran. Machte ich etwas falsch, setzte sie sich hin und war nicht mehr zu bewegen. Lisa, die wahre Chefin!
Brandy 1988 - 2001
"Du wolltest doch schon immer einen Hund?" - So begann das Abenteuer meines Hunde-Frauchenlebens, als mein Stiefvater diesen Satz von der Arbeit mit nach Hause brachte. "Ok, du bekommst einen, aber du kannst ihn dir nicht aussuchen. Du bekommst den, den ich dir mitbringe, einverstanden?" Klar, warum nicht! Mein größter Wunsch sollte endlich in Erfüllung gehen. Meine Mutter machte jedoch direkt klar, dass dies mein Hund war und ich für alle Gassigänge, Fütterungen und das Wohlbefinden des Vierbeiners verantwortlich sein würde. Ich versprach alles, was meine Eltern hören wollten, und so zog Brandy bei uns ein. Anders als bei anderen Verpflichtungen, bei denen ich höchstens nach Diskussion nachkam, gab es bei Brandy nie Diskussionen.
Brandy und ich durchlebten gemeinsam dick und dünn. Ich wurde mit ihr erwachsen, und als ich zum Studieren nach Stuttgart zog, begleitete sie mich natürlich. Ich habe es nie bereut, dass immer ein Hund an meiner Seite war. Ich konnte vielleicht nicht so spontan sein wie andere, aber Brandy war mein Ein und Alles. Als ich sie schließlich gehen lassen musste, durchlebte ich wirklich harte Wochen. Ihr Verlust war schwer, aber die Zeit mit Brandy bleibt ein unvergessliches, humorvolles und herzerwärmendes Kapitel in meinem Leben.
noch ohne Hund
Die ersten Jahre unseres Lebens hatten wir beide keine eigenen Hunde, waren aber immer durch die Hunde von Verwandeten, Nachbarn oder Freunden in Kontakt mit diesen tollen Tieren.




























































