Das Unglück: Wenn das Pech nicht abreißt
Zeus ist jung, neugierig, verträumt , abenteuerlich und will am liebsten 24/7 die Welt erkunden. Vor zwei Tagen kam es zur Katastrophe: Er schaffte es, irgendwie durch / unter den Zaun zu kommen, unvorstellbar, vor allem bei seiner Größe, er lief auf die Straße und direkt vor ein Auto.
Der Pensionsinhaber fuhr Zeus sofort in die Tierklinik Aachen. Hier folgte die erste Erleichterung: Es wurden keine inneren Verletzungen festgestellt. Allerdings erlitt Zeus einen recht komplizierten Bruch an einem Vorderbein. Die schwere, erforderliche OP hat er zum Glück gut überstanden und durfte die Klinik schnell wieder verlassen.
Warum wir eure Hilfe brauchen:
Uns ist bewusst, dass es viele Tiere gibt, deren Behandlung nur durch Spenden überhaupt erst möglich gemacht wird. Zeus hat das große Glück, dass der Leiter der Hundepension keine Sekunde gezögert und die notwendige Behandlung sofort ermöglicht und alle anfallenden Kosten für Zeus übernommen hat. Mit diesem Spendenaufruf möchten wir deshalb nicht erst eine medizinische Versorgung finanzieren, sondern einem Menschen den Rücken stärken, der selbstlos Verantwortung übernommen und einem Hund eine zweite Chance geschenkt hat!
Die Akutbehandlung und die OP in der Tierklinik Aachen hat bereits jetzt knapp 3.600 € gekostet. Hinzu werden noch die Kosten für die Nachbehandlung, Medikamente usw. kommen.
Wie du helfen kannst:
Jeder Euro hilft, die Tierarztrechnung von Zeus zu begleichen und seine Nachversorgung zu sichern.
Spende: Jeder Beitrag – ob klein oder groß – entlastet; hast du nicht vielleicht einen 1 € für Zeus übrig?
Wie ist Zeus:
Zeus ist ein Riesenbaby - na ja eher junger Wilder.
Ein wunderschöner, sportlicher Mastín Español Mischling mit einer außergewöhnlichen Augenfarbe.
Er ist freundlich, anhänglich und begegnet fremden Menschen nach wenigen Sekunden so, als wären sie seine neuen Kuschelpartner.
Er kennt jedoch kaum etwas.
Er weiß nicht, dass man Menschen nicht anspringt, nicht auf ihnen herumtrampelt und schon gar nicht auf ihnen herumkaut.
Bei einem Yorkshire Terrier würden viele darüber lachen. Bei einem 60-kg-Hund ist das weniger lustig und kann das gefährlich werden.
Impulskontrolle? Fehlanzeige.
Aber: Zeus lässt sich korrigieren. Er möchte gefallen. Er möchte dabei sein.
Draußen zeigt sich seine mangelnde Erfahrung: Aus Unsicherheit und zusätzlicher fehlender Impulskontrolle werden Autos und Fahrradfahrer angebellt – Er ist dabei ansprechbar und lenkbar, solange es nicht das dritte und vierte Auto ist, hier muss noch einiges geübt werden. In Wald und Feld läuft er entspannt an der Leine und genießt einfach sein Leben.
Außerdem steckt Zeus mitten in der Pubertät. 60 kg Hund mit den berühmten "fünf wilden Minuten" fühlen sich an wie ein ICE, der über einen hinwegrollt. Diese Phase ist bei keinem Junghund einfach. Bei einem Hund dieser Größe und mit seiner Vergangenheit sind Herausforderungen vorprogrammiert.
Wie wir Zeus bisher kennenlernen haben:
🐾 freundlich und menschenbezogen
🐾 keine erkennbare Ressourcenthematik beim Futter
🐾 lässt sich problemlos den Maulkorb anziehen
🐾 gut korrigierbar
🐾 möchte lernen und mit seinem Menschen zusammenarbeiten
Wir sind überzeugt, dass Zeus kein Hund sein wird, der sein Leben lang schwierig bleibt, sondern er braucht die Chance lernen und wachsen zu können.
Wen suchen wir für Zeus:
AKTUELL IST ZEUS NICHT IN DER VERMITTLUNG,
DA ER SICH VON SEINEM BEINBRUCH ERHOLEN MUSS.
Was bisher geschah:
Samstagabend.
Ich hatte mich gerade ins Bett gelegt, das Handy lag neben mir. Ab 22 Uhr ist es bei mir eigentlich immer stumm. Als ich noch einmal drauf schaute: drei verpasste Anrufe von unserer Tierschutzfreundin Svenja.
Ich rief sofort zurück. "Absoluter Notfall!" Am letzten Wochenende war ein junger Mastín Español Mischling nach Geseke vermittelt worden. Jetzt musste er SOFORT dort weg. Die neuen Besitzer hatten bereits die Polizei gerufen. Der Hund sei "gemeingefährlich".
War er das? Nein.
Er ist einfach ein riesiger, völlig unerzogener Junghund. Rund 60 kg schwer, 82 cm Schulterhöhe und bisher kaum etwas vom Leben kennengelernt.
"Habt ihr einen Platz?" Eigentlich nicht. Wir haben zwar Platz, aber noch immer keine Genehmigung für Pensionshunde. Aber was macht man, wenn Samstagnacht ein Hund sonst in die Beschlagnahmung geht?
Also sagten wir: "Bring ihn her."
Am nächsten Morgen folgten viele Telefonate mit dem zuständigen Verein. Es wurde überlegt, diskutiert, nach Lösungen gesucht. "Nein, bei uns kann er auf keinen Fall bleiben". Leider zeigte sich schnell: Es gab keinen Plan B. Keine Notfallpflegestelle. Zugegeben – bei einem Hund dieser Größe ist das nicht einfach, aber genau deshalb müsste es einen Notfallplan geben.
Die Lösung des Vereins: Zeus muss zurück nach Spanien.
Direkt am Montag begann die Organisation. Ich schickte vorsorglich Kontakte von Hundepensionen weiter, von denen ich wusste, dass sie Erfahrung mit Tierschutzhunden und großen Hunden haben und faire Preise machen.
Am Dienstag kam die Information: Nach Rücksprache mit allen Beteiligten, unter anderem dem Veterinäramt wegen der Traces-Papiere, könnte Zeus am 03.07. zurück nach Spanien reisen.
Am Mittwoch kam die Zusage einer Hundepension, am Freitag brachte Svenja ihn dorthin.
Es fiel ihr unglaublich schwer. Als sie sich verabschiedete, konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Das berührte den Leiter der Hundepension so sehr, nicht nur die Tränen, sondern auch sein Herz für solche Hunde.
Und er machte einen Vorschlag, mit dem niemand gerechnet hatte:
Er würde Zeus vom Verein übernehmen – wenn Svenja die Vermittlung übernimmt.
Noch am Freitagabend kam die Freigabe des Vereins.
❤️ Und so sucht Zeus nun sein endgültiges Zuhause in Deutschland.
Zeus kommt aus Spanien, hat dort den ersten Teil seines Lebens festgebunden auf einer Obstwiese gelebt, vermutlich hätte er diese beschützen sollen und vermutlich hat er das nicht gemacht, er kam in ein Refugium und von dort wurde er vermittelt.







































